Frankfurt hat Hirn live: Ein Abend voller Neurowissenschaft
Am 10. März 2026 zeigte Frankfurt erneut, wie viel Hirnforschung in der Mainmetropole steckt: Bei „Frankfurt hat Hirn – live!“ begeisterten junge Wissenschaftler*innen das Publikum mit kurzen, anschaulichen Beiträgen rund um das Gehirn. Die Veranstaltung, organisiert von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung gemeinsam mit den neurowissenschaftlichen Institutionen Frankfurts, bot einen ebenso unterhaltsamen wie informativen Abend für alle, die mehr über aktuelle Hirnforschung erfahren wollten.
In der besonderen Atmosphäre der St. Peter Jugendkulturkirche erwartete das Publikum ein abwechslungsreiches Programm aus Flash Talks, Wissenschaft zum Anfassen und künstlerischen Beiträgen. Vor allem viele junge Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, mit Forschenden direkt ins Gespräch zu kommen und einen unmittelbaren Einblick in die Welt der Neurowissenschaften zu gewinnen.
Auch das Max-Planck-Institut für Hirnforschung war vertreten: In seinem Flash Talk „Kleine Gehirne, große Fragen: Neurowissenschaft in Fischlarven“ erklärte Gregor Schuhknecht, Forschungsgruppenleiter am Institut, wie Forschende mithilfe von larvalen Zebrafischen grundlegende Fragen zur Funktionsweise des Gehirns untersuchen. Das Besondere an diesem Modell: Das durchsichtige Gehirn der Fischlarven erlaubt es, die Aktivität fast aller Nervenzellen gleichzeitig zu beobachten. So lässt sich nachvollziehen, wie Nervenzellen zusammenarbeiten, um Verhalten zu erzeugen - und warum selbst kleine Gehirne große Einsichten liefern können.
Viele weitere eindrucksvolle 'Flash Talks' boten faszinierende Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse: etwa wie "Leitungsfehler" im Hirn zum Stottern führen, dass Magnete Hände zum Zucken bringen und Schlaganfallpatient*innen bei der Regeneration helfen können, oder dass im Gehirn von Frettchen bereits vor dem ersten Sehen strukturierte Aktivität entsteht. Durch den Abend führte Johannes Sassenroth (hr3), der Magier Thomas Fraps verzauberte das Publikum. Auf der Leinwand erklärten „Dr. Mondino und Prof. Cervello“ auf humorvolle Weise das menschliche Gehirn, und auf der Science Fair kam das überwiegende junge Publikum Forschenden und ihrer Wissenschaft ganz nahe.
„Frankfurt hat Hirn live!“ zeigte, wie lebendig und vielseitig Neurowissenschaft sein kann und wie wichtig Formate sind, die aktuelle Forschung verständlich vermitteln.












