Neurowissenschaftlerin für einen Tag
Am Girls’ Day 2026 entdeckten zwanzig Mädchen die Hirnforschung
Am 23. April öffnete das Max-Planck-Institut für Hirnforschung erneut seine Türen für den Girls’ Day und begrüßte zwanzig Schülerinnen im Alter von 12 bis 16 Jahren zu einem Tag voller Entdeckungen, Austausch und praktischer Einblicke in die Wissenschaft. Die bundesweite Initiative möchte Mädchen ermutigen, berufliche Wege in Bereichen wie MINT kennenzulernen, in denen Frauen nach wie vor unterrepräsentiert sind.
Der Tag begann mit einer herzlichen Begrüßung und einem interaktiven Kennenlernspiel. So entstand eine offene und einladende Atmosphäre, in der sich die Teilnehmerinnen kennenlernen konnten. In einer Einführungsrunde erhielten die Schülerinnen Einblicke in die Arbeit des Instituts, darunter die Grundlagen der Grundlagenforschung, aktuelle Forschungsthemen und den verantwortungsvollen Umgang mit Tiermodellen. Die Mädchen erfuhren zudem mehr über die Geschichte des Instituts und seine Öffentlichkeitsarbeit.
Aufgeteilt in kleinere Gruppen erkundeten die Teilnehmerinnen anschließend verschiedene Aspekte der Forschung am Institut. In der Mikroskopie-Einrichtung beobachteten sie unter Anleitung der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. Christine Bohnstaedt Nervenzellen aus nächster Nähe. Im Lernlabor führte eine andere Gruppe ein praktisches Experiment durch, bei dem DNA aus Himbeeren isoliert wurde – eine spannende Möglichkeit, Molekularbiologie zu entdecken. Eine dritte Gruppe nahm an einer Führung durch das Institut teil. Dabei erfuhren sie mehr über das Vermächtnis der wegweisenden Neurowissenschaftlerin und Mitbegründerin des Instituts, Cécile Vogt. Sie besuchten die Ausstellungswand „Frauen in der Wissenschaft“ und erkundeten das neue Fruchtfliegenlabor, wo sie unter dem Mikroskop fluoreszierende Fliegen beobachteten.
Ein Höhepunkt des Tages war der Erfahrungsbericht der Doktorandin Alicia Strosche. Sie erzählte von ihrem eigenen Weg in die Wissenschaft und ermutigte die Teilnehmerinnen, ihren Interessen mit Neugier und Begeisterung nachzugehen. „Wenn ihr euren Interessen und eurer Leidenschaft folgt, gibt es viele Wege, euren Platz in der Wissenschaft zu finden“, betonte Strosche.
Während des gemeinsamen ‚Career Lunches‘ hatten die Mädchen Gelegenheit, mit Wissenschaftlerinnen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und mehr über die vielfältigen Karrierewege in der Forschung zu erfahren.
Programmleiterin Dr. Irina Epstein ergänzt: „Es ist uns wichtig, schon früh das Interesse an der Wissenschaft zu wecken. Initiativen wie der Girls’ Day spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung von Vielfalt und zeigen jungen Menschen, dass Wissenschaft für alle zugänglich ist.“












