Forschung, die begeistert
Drei Wochen Wissenschaft, neue Perspektiven und Entdeckungen für die Max Planck Junior Scholars 2026
Wie entsteht wissenschaftliche Erkenntnis? Wie sieht der Alltag in einem Forschungslabor aus? Und welche beruflichen Wege eröffnet die Wissenschaft? Diesen Fragen gingen 16 motivierte Schüler*innen aus Frankfurter Gymnasien im Rahmen des diesjährigen Max Planck Junior Scholars Programms drei Wochen lang aus nächster Nähe nach. Das Programm wird vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung durchgeführt.
Das Max Planck Junior Scholars bietet Jugendlichen die Möglichkeit, aktuelle Forschung unmittelbar kennenzulernen und selbst an wissenschaftlichen Projekten mitzuwirken. D2026 wurde das Programm von der Körber-Stiftung und den Freunden des Frankfurter Max-Planck-Instituts für Hirnforschung e. V. finanziell unterstützt. Neben dem Max-Planck-Institut für Hirnforschung beteiligten sich das benachbarte Max-Planck-Institut für Biophysik, das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim sowie die Goethe-Universität Frankfurt. Die Schüler*innen waren zuvor von MINT-Fachlehrkräften an Frankfurter Gymnasien für das Programm nominiert worden.
Förderung junger Wissenschaftstalente aus unterrepräsentierten Gruppen
„Bei der Auswahl der Teilnehmenden haben wir nicht nur auf fachliche Motivation und eine große Begeisterung für die Wissenschaft geachtet, sondern auch besonderen Wert auf Vielfalt und Chancengerechtigkeit gelegt. Das Programm möchte ausdrücklich junge Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen einbeziehen, darunter auch Schüler*innen aus Familien ohne akademischen Hintergrund“, erklärt die Programmleiterin Dr. Irina Epstein.
Vom Science Bootcamp zur eigenen Laborerfahrung
Den Auftakt bildete ein abwechslungsreiches einwöchiges Science Bootcamp. In Workshops, praktischen Übungen, Institutsführungen und persönlichen Berichten über wissenschaftliche Werdegänge von Promovierenden, Mitarbeitenden und Postdoktorand*innen erhielten die Schüler*innen Einblicke in verschiedene Forschungsfelder, wissenschaftliche Methoden und Karrierewege. Auf dem Programm standen unter anderem die Bildgebung des Gehirns, Massenspektrometrie und Scientific Computing. Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden mit ethischen Fragen in der Wissenschaft und dem verantwortungsvollen Einsatz von Tiermodellen in der Forschung.
Im Mittelpunkt des Programms stand ein zweiwöchiges Forschungspraktikum in den Laboren der beteiligten Einrichtungen. Begleitet von Wissenschaftler*innen und technischen Mitarbeitenden lernten die Junior Scholars verschiedene Labormethoden kennen, analysierten Daten und arbeiteten an konkreten wissenschaftlichen Fragestellungen. Anschließend bereiteten sie ihre Ergebnisse für eine Abschlusspräsentation auf.
Am 17. Juli 2026 kamen die Teilnehmenden, ihre Familien, Lehrkräfte, Mentor*innen sowie den Mitarbeitenden der Forschungseinrichtungen zu einer feierlichen Abschlussveranstaltung zusammen. Die Schülerinnen präsentierten ihre Projekte und erhielten anschließend ihre Teilnahmezertifikate.
Wissenschaft mit Neugier, Ausdauer und Offenheit begegnen
Beeindruckt von den Präsentationen der Schüler*innen blickt Prof. Dr. Erin Schuman, Direktorin des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung und Initiatorin des Programms, auf die vergangenen Wochen zurück: „Die Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen Wochen mit großer Neugier, Ausdauer und Offenheit gearbeitet. Besonders beeindruckend war, wie schnell sie sich in neue Themen eingearbeitet und wie wirkungsvoll sie gelernt haben, komplexe wissenschaftliche Fragestellungen verständlich aufzubereiten und klar zu vermitteln. Das Programm zeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen frühzeitig authentische Einblicke in Wissenschaft und Forschung zu ermöglichen.“
„Das Programm bietet weit mehr als Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit.“
Auch für die Junior Scholars selbst waren die vergangenen drei Wochen mit zahlreichen neuen Erfahrungen verbunden. Rückblickend sagt Hlieb Marchenko: „Das Programm bietet weit mehr als Einblicke darin, wie Wissenschaft funktioniert. In diesen Wochen habe ich wertvolle Erfahrungen gesammelt, bereichernde Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen, die hoffentlich weit über das Programm hinaus bestehen bleiben. Die besondere Atmosphäre lässt sich kaum in Worte fassen.“
Mit der Abschlussveranstaltung endet für die Teilnehmenden eine intensive Zeit während der hessischen Sommerferien. Die gewonnenen Erfahrungen, die neu geknüpften Kontakte und die wissenschaftliche Begeisterung, die das Programm geweckt hat, werden sie jedoch weit über diese drei Wochen hinaus begleiten.













