Geschichte

Ursprünge

Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung wurde 1914 in Berlin gegründet und ist damit eines der ältesten Institute der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (KWG), die 1911 gegründet wurde. Das Institut entstand aus der „Neurologischen Zentralstation“, einem privaten Forschungsinstitut, das 1898 von Oskar Vogt gegründet und zusammen mit seiner Frau Cécile Vogt geleitet wurde. Beide waren führende Neuroanatomen, ihre Übernahme in die KWG war ein Glücksgriff für die deutsche Hirnforschung [1-4].

Von 1901 bis 1910 war Korbinian Brodmann neben den Vogts an der Neurologischen Zentralstation tätig. Er etablierte 1909 die zytoarchitektonische Klassifikation der kortikalen Areale, die heute noch verwendet wird; z.B. stellt das Brodmann-Areal 17 den primären visuellen Kortex dar). Oskar Vogts eigene wissenschaftliche Leistungen lagen ebenfalls auf dem Gebiet der Zytoarchitektonik und Myeloarchitektonik.

Cécile und Oskar Vogt am "Pantomikrotom" (einem großen Mikrotom für das Schneiden ganzer Gehirne) in ihrem privaten Institut. ca. 1905.

Abb. 1:

Cécile und Oskar Vogt am "Pantomikrotom" (einem großen Mikrotom für das Schneiden ganzer Gehirne) in ihrem privaten Institut. ca. 1905.

Die Vogt Gruppe ca. 1906. Von links nach rechts: Korbinian Brodmann, Cécile Vogt, Oskar Vogt, Louise Bosse, Max Borcherdt, Max Lewandowski.

Abb. 2:

Die Vogt Gruppe ca. 1906. Von links nach rechts: Korbinian Brodmann, Cécile Vogt, Oskar Vogt, Louise Bosse, Max Borcherdt, Max Lewandowski.

Links: Farbige Originalzeichnung von Brodmann, die kortikale Areale beim Europäischen Erdhörnchen Spermopilus citellus zeigt [Archiv des MPI für Hirnforschung]. Rechts: Kortikale Areale im menschlichen Gehirn, aus Brodmann (1909) Vergleichende Lokalisationslehre der Großhirnrinde.

Abb. 3:

Links: Farbige Originalzeichnung von Brodmann, die kortikale Areale beim Europäischen Erdhörnchen Spermopilus citellus zeigt [Archiv des MPI für Hirnforschung]. Rechts: Kortikale Areale im menschlichen Gehirn, aus Brodmann (1909) Vergleichende Lokalisationslehre der Großhirnrinde.

Lenins Gehirn

In den 1920er Jahren beschäftigte sich Oskar Vogt intensiv mit der Frage, ob es hirn-morphologische Korrelate geistiger Fähigkeiten gibt, und untersuchte dazu “Elitegehirne” neuroanatomisch. Als Lenin 1924 an einer Hirnblutung starb, wurde sein Gehirn in Formaldehyd konserviert und aufbewahrt. 1926 wurde Vogt von der Sowjetregierung damit beauftragt, nach histologischen Spuren für „Lenins Genie“ zu forschen. Für diese Arbeiten wurden ihm in Moskau Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, ab 1928 sogar ein großes und repräsentatives Backsteingebäude, das von einer amerikanischen Firma konfisziert worden war. Vogt half, in diesem Gebäude das Moskauer Institut für Hirnforschung (Institut Mozga) aufzubauen, das er dann auch leitete. Zwischen 1926 und 1930 reiste Vogt mehrfach nach Moskau, um die Arbeiten an Lenins Gehirn persönlich zu betreuen. Die Untersuchungen wurden von russischen Mitarbeitern ausgeführt, die an Vogts Berliner KWI für Hirnforschung dafür besonders ausgebildet worden waren. 1927 veröffentlichte Vogt in Moskau einen vorläufigen Bericht seiner Befunde und schloss aus den histologischen Ergebnissen, dass Lenin ein “Assoziationsathlet” gewesen sei – eine Schlussfolgerung, die einigen seiner neurologischen Kollegen und Gegenspieler weit hergeholt erschien. Lenins Gehirn wurde für einige Zeit im Lenin-Mausoleum ausgestellt und ruht nun im Moskauer Hirnforschungsinstitut [5].

Das erste Gebäude des Moskauer Hirninstituts "Mozga".

Abb. 4:

Das erste Gebäude des Moskauer Hirninstituts "Mozga".

Oskar Vogt studiert Schnitte von Lenins Gehirn. Titelblatt der Zeitschrift Meditsinskii Rabotnik (Medizinischer Arbeiter), 1927

Abb. 5:

Oskar Vogt studiert Schnitte von Lenins Gehirn. Titelblatt der Zeitschrift Meditsinskii Rabotnik (Medizinischer Arbeiter), 1927

Schliffbilder von Schnitten aus Lenins Gehirn (rechts) im Vergleich zu einem durchschnittlichen Gehirn (links), angefertigt von Oskar Vogt [aus: Kahn (1929) Das Leben des Menschen].

Abb. 6:

Schliffbilder von Schnitten aus Lenins Gehirn (rechts) im Vergleich zu einem durchschnittlichen Gehirn (links), angefertigt von Oskar Vogt [aus: Kahn (1929) Das Leben des Menschen].

Das KWI in Berlin-Buch

Hirnforschung. Das erste eigene Institutsgebäude wurde erst 1931 in Berlin-Buch eingeweiht. Es war das weltgrößte und modernste Hirnforschungsinstitut seiner Zeit, mit Abteilungen für Neurophysiologie (Tönnies und Kornmüller), Neurochemie (Marthe Vogt und Veit), Genetik (Timoféeff-Ressovsky), einer Forschungsklinik (Soeken, Zwirner), sowie den Neuroanatomischen Abteilungen von Oskar und Cécile Vogt [1-4]. Vogts kritische Bemerkungen über den Nationalsozialismus, seine protektive Haltung gegenüber jüdischen Mitarbeitern des Instituts, sowie seine Freundschaft zu Kommunisten und Sozialisten in der Sowjetunion und Frankreich führten dazu, dass Vogt 1937 in den vorzeitigen Ruhestand gedrängt wurde [5]. Die Vogts zogen nach Neustadt im Schwarzwald und gründeten dort ein neues privates Hirnforschungsinstitut, wiederum mit finanzieller Unterstützung durch die Industriellenfamilie Krupp, die schon Vogts erstes privates Institut in Berlin gefördert hatte.
1937 wurde Hugo Spatz [6], ein Schüler von Franz Nissl, als Vogts Nachfolger zum Direktor des KWI für Hirnforschung und Leiter der Neuroanatomischen Abteilung berufen. Während seiner Amtszeit entstanden die weiteren Abteilungen für Histopathologie (Hallervorden [7]) und Tumorforschung (Tönnis) geschaffen. Ein Schwerpunkt der histologischen Untersuchungen von Spatz und Hallervorden stellte die Pathologie des extrapyramidalen/motorischen Systems dar. In einer gemeinsamen Studie hatten sie erstmals 1922 eine autosomal-rezessiv vererbliche Erkrankung aus der Gruppe der neuroaxonalen Dystrophobien beschrieben, die später den Namen Hallervorden-Spatz-Syndrom, aktuell NBIA-Syndrom (Neurodegeneration with Brain Iron Accumulation), erhielt.

Das erste Gebäude des KWI für Hirnforschung in Berlin-Buch, Fotos ca. 1931.

Abb. 7:

Das erste Gebäude des KWI für Hirnforschung in Berlin-Buch, Fotos ca. 1931.

Späte Porträts von Cécile (1875-1962) und Oskar Vogt (1870-1959).

Abb. 8:

Späte Porträts von Cécile (1875-1962) und Oskar Vogt (1870-1959).

Ein düsteres Kapitel der Institutsgeschichte

Zwischen 1940 und 1945 waren Hallervorden und Spatz in die Gräueltaten des Nazi-Regimes verstrickt, als sie die Gehirne von "Euthanasieopfern" zu Forschungszwecken verwendeten [7]. Viele Jahre lang lagerten die aus diesen Hirnschnitten stammenden histologischen Präparate zusammen mit Forschungsmaterial aus anderen Zeiträumen im Archiv unseres Institutes (inzwischen Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt). Nachdem diese Verstrickungen in das Euthanasie-Programms des Dritten Reichs aufgedeckt wurden, wurde sämtliches zwischen 1933 und 1945 erworbene histologische Material 1990 von der Max Planck Gesellschaft auf dem Münchner Waldfriedhof beerdigt, und es wurde ein Gedenkstein für die Opfer dieser Gräueltaten errichtet.

Links: Julius Hallervorden (1882-1965); rechts: Hugo Spatz (1888-1969)

Abb. 9:

Links: Julius Hallervorden (1882-1965); rechts: Hugo Spatz (1888-1969)

Gedenkstein, errichtet von der Max-Planck-Gesellschaft zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus, deren Gehirne im KWI für Hirnforschung untersucht wurden.

Abb. 10:

Gedenkstein, errichtet von der Max-Planck-Gesellschaft zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus, deren Gehirne im KWI für Hirnforschung untersucht wurden.

Gründung der Max-Planck-Gesellschaft

Nach 1945 wurden die verschiedenen Abteilungen des KWI für Hirnforschung an Standorte in Dillenburg, Giessen, Köln, Marburg und Göttingen verlegt. 1948 wurde die Max Planck Gesellschaft als Nachfolgeorganisation der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gegründet und das KWI erhielt den Namen Max-Planck-Institut für Hirnforschung. Direktor Hallervorden ging 1955 und Hugo Spatz 1959 in den Ruhestand. 1962 wurde das neu errichtete Max-Planck-Institut für Hinforschung in Frankfurt-Niederrad fertiggestellt, in dem die Abteilungen für Neurobiologie (Hassler, Direktor 1959-1982) und für Neuropathologie (Krücke, Direktor 1956-1979) sowie die Nachwuchsgruppen "Evolution des Primatengehirns" (Stephan) und "Neurochemie" (Werner) untergebracht wurden. Rolf Hassler, ein Schüler von Oskar Vogt und Mitarbeiter des berühmten Freiburger Neurologen Richard Jung, erforschte subkortikale Hirngebiete, thalamo-kortikale Verbindungen, die Basalganglien und das limbische System. Wilhelm Krücke, ein Schüler von Hallervorden, war ein anerkannter Spezialist für periphere Neuropathien. Er war der Grund für den Umzug des Instituts nach Frankfurt, da er neben seiner Position als Direktor die Leitung des Edinger-Instituts, des neuropathologischen Instituts der Frankfurter Universitätsmedizin, übernommen hatte. 1982 wurde die ehemals zum KWI gehörende Abteilung für Allgemeine Neurologie, die nach Köln verlegt worden war, aus dem Institut ausgegliedert und als eigenständiges Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung in derselben Stadt gegründet, während die übrigen versprengten Abteilungen des früheren Instituts mit der Emeritierung ihrer Direktoren geschlossen wurden.

Das zwiespältige Erbe des Rolf Hassler

Rolf Hassler wurde 1914 in Berlin geboren. Er studierte Medizin und promovierte am Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung in Berlin-Buch unter der Leitung von Oskar Vogt (1936-1939) über das Parkinson-Syndrom. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte er nach Freiburg, wo er 1954 Professor an der Neurologisch-Psychiatrischen Universitätsklinik wurde. Dort arbeitete er zusammen mit Traugott Riechert an der stereotaktischen Hirnchirurgie. Während Riechert operierte, leitete Hassler die Elektrokoagulation von Arealen im Thalamus  zur Behandlung von Patienten mit Dystonien, chronischen Schmerzen, Zwangsstörungen und Morbus Parkinson.

1959 wurde Hassler Leiter der Abteilung Neuroanatomie, später Abteilung Neurobiologie, des MPI für Hirnforschung und wechselte 1962 von Freiburg nach Frankfurt/Main, wo das neue MPI für Hirnforschung nun seinen Sitz hatte. Dort arbeitete Hassler neben seinen neuroanatomischen Studien weiter an der stereotaktischen Hirnchirurgie am Menschen. Die Operationen wurden von Gert Dieckmann an der Universitätsklinik in Homburg/Saar durchgeführt. Hassler legte fest, an welchen Stellen eine Läsion vorgenommen werden sollte, und untersuchte die Patienten vor und nach der Operation in Frankfurt. Als Dieckmann Professor für Psychochirurgie in Göttingen wurde, begann Hassler eine Zusammenarbeit mit Prof. Harm Spuler an der Klinik für Neurochirurgie in Würzburg. Auch nach seiner Emeritierung 1982, als Wolf Singer und Heinz Wässle das Institut übernahmen, beteiligte sich Hassler im Namen des Instituts weiterhin an der stereotaktischen Chirurgie am Menschen. Da die Psychochirurgie zunehmend umstritten wurde, verweigerten Wolf Singer und Heinz Wässle 1983 Hassler die Erlaubnis, seine Zugehörigkeit zum Institut zu nutzen. Dies führte zur Veröffentlichung eines Artikels in der Bild- Zeitung, in dem Singer und Wässle für ihre mangelnde Unterstützung für Hassler kritisiert wurden. Hassler starb bald darauf (1984).

In den letzten Jahren ist Hasslers Arbeit an menschlichen stereotaktischen Läsionen wieder in den Fokus des Interesses gerückt. Hervorzuheben sind hier vor allem die Arbeiten von Dr. Lara Rzesnitzek, die sowohl Psychiaterin als auch Medizinhistorikerin an der Charité in Berlin ist. Im Jahr 2008 schrieb sie in Tübingen eine Dissertation mit dem Titel "Psychochirurgie und Stimulation tief im Hirn, ein historischer und konzeptioneller Überblick". 2019 schrieb sie eine Habilitationsschrift mit dem Titel "Die Etablierung von Schocktherapien und Leukotomie in Deutschland". In dieser Arbeit, die mehrere deutschsprachige Publikationen zu stereotaktischen Operationen ergänzt, liegt der Schwerpunkt auf Hasslers Beiträgen. Filme, die Hassler von den Patienten vor und nach der Operation gemacht hat, werden im Archiv der Max-Planck-Gesellschaft aufbewahrt. Diese Filme sind digitalisiert worden und können für historische Studien eingesehen werden (mpg-archiv[at]archiv-berlin.mpg.de).

Gebäude des MPI für Hirnforschung von 1963 bis 2012, Frankfurt am Main. Oben: Postkarte von1963; unten: das Gebäude von oben aufgenommen 2010

Abb. 11:

Gebäude des MPI für Hirnforschung von 1963 bis 2012, Frankfurt am Main. Oben: Postkarte von1963; unten: das Gebäude von oben aufgenommen 2010

Links: Rolf Hassler (1914-1984); rechts: Wilhelm Krücke (1911-1988)

Abb. 12:

Links: Rolf Hassler (1914-1984); rechts: Wilhelm Krücke (1911-1988)

Zeitgeschichte

1981 beschloss die MPG die thematische Neuausrichtung des MPIH auf nicht-klinische neurobiologische Grundlagenforschung. Das Institut bestand von nun an aus drei Abteilungen, Neuroanatomie (Wässle, Direktor 1981-2008), Neurophysiologie (Singer, Direktor 1982-2011) und etwas später für Neurochemie (Betz, Direktor 1991-2009). Heinz Wässle erforschte die Struktur und Funktion der Retina des Säugetierauges, Wolf Singer untersucht höhere kognitive Funktionen besonders im Sehsystem (visueller Cortex) und Heinrich Betz analysierte den molekularen Aufbau von Synapsen. Ihre wissenschaftlichen Leistungen sind auf den Emeritus-Seiten unserer Homepage dargestellt.
Für den Zeitraum 2000 bis 2010 definierte die Max-Planck-Gesellschaft die Analyse neuronaler Netze als Forschungsschwerpunkt des Instituts. 2008 wurden Erin Schuman und Gilles Laurent zu Direktoren der Abteilungen ‘Synaptische Plastizität’ beziehungsweise ‘Neuronale Systeme’ berufen. Die neuen Abteilungen nahmen ihre Arbeit im Sommer 2009 auf, wobei sie zunächst in Interimsräumen auf dem Campus Riedberg der Goethe-Universität Frankfurt untergebracht waren. Währenddessen wurde auf dem Campus ein Institutsneubau gegenüber dem MPI für Biophysik errichtet, der 2013 bezogen werden konnte. Der Neubau bietet eine zeitgemäße Forschungsinfrastruktur für die Abteilungen von Moritz Helmstaedter (seit August 2015 Direktor am Institut), Laurent und Schuman, für mehrere Nachwuchsgruppen (Johannes Letzkus bis 2020, Tatjana Tchumatchenko, Hiroshi Ito, Julijana Gjorgjieva und Vanessa Stempel) und der Max-Planck-Forschungsgruppe Neurogenetik‘ von Peter Mombaerts.

Heinrich Betz, Wolf Singer und Heinz Wässle (links nach rechts)

Abb. 13:

Heinrich Betz, Wolf Singer und Heinz Wässle (links nach rechts)

Das neue Gebäude

Abb. 14:

Das neue Gebäude

Im Jahr 2016 wurde in der Max-Planck-Gesellschaft eine generelle Überprüfung der menschlichen Präparate durchgeführt und ohne weitere Funde abgeschlossen. Dem vom Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft eingerichteten Komitee "Euthanasieopfer" unter der Leitung des emeritierten Professors Heinz Wässle (MPI für Hirnforschung) ist es gelungen, mit Patricia Heberer-Rice (US Holocaust Memorial Museum), Gerrit Hohendorf (Technische Universität München), Paul Weindling (Oxford Brookes University) und Herwig Czech (Medizinische Universität Wien) vier internationale Experten zu gewinnen, die einen Förderantrag für ein eigenständiges Opferforschungsprojekt gestellt haben. Das Projekt startete im Juni 2017 und wird von der Max-Planck-Gesellschaft über einen Zeitraum von drei Jahren mit 1,5 Millionen Euro gefördert. Weitere Informationen und einen Zwischenbericht des Opferforschungsprojekts, der dem Bayerischen Landtag vorgelegt wurde, finden Sie auf der Website der Max-Planck-Gesellschaft:

KWG im Nationalsozialismus

Max-Planck-Gesellschaft schliesst Gesamtrevision ab

Zwischenbericht des Opferforschungsprojektes wurde dem Bayrischen Landtag uebergeben

Ernst-Strüngmann-Institut

008 wurde auch das Ernst Strüngmann Institut für Neurowissenschaften (ESI) gegründet. Zur Finanzierung des ESI gründeten Dr. Andreas und Dr. Thomas Strüngmann die Ernst Strüngmann Stiftung. Das ESI steht unter der wissenschaftlichen Leitung der Max-Planck-Gesellschaft mit dem Ziel, exzellente Grundlagenforschung im Bereich der Neurowissenschaften zu betreiben. Prof. Wolf Singer und Prof. Pascal Fries sind Gründungsdirektoren des ESI. Am 1. April 2011 emeritierte Prof. Singer am Max-Planck Institut für Hirnforschung und trat dem ESI als Forschungsgruppenleiter bei.

Literatur und Links

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Vogt   
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Cécile_Vogt
[3] Jochen Richter (1996) Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung und die Topographie der Großhirnhemisphären. In: Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und ihre Institute (Hrsg. B. von Brocke & H. Laitko). Walter de Gruyter, Berlin & New York, 1996, pp. 349-408.
[4] I. Klatzo (2002) Cécile and Oskar Vogt: The visionaries of modern neuroscience. Acta Neurochirurgica Suppl. 80. Springer-Verlag Wien - New York
[5] J. Richter (2000) Zytoarchitektonik und Revolution - Lenins Gehirn als Raum und Objekt. Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 23: 347-362. J. Richter (2007) Pantheon of brains: The Moscow Brain research Institute 1925-1936. J. Hist. Neurosci. 16:138-49.
[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Spatz
[7] http://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Hallervorden
[8] H.-W. Schmuhl (2000) Hirnforschung und Krankenmord. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung 1937-1945. Aus: Forschungsprogramm „Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus“, herausgegeben von der Präsidentenkommission der Max-Planck-Gesellschaft.
Artikel abrufbar unter: http://www.mpiwg-berlin.mpg.de/KWG/Ergebnisse/Ergebnisse1.pdf
Andere Artikel dieses Forschungsprogramms sind abrufbar unter:
http://www.mpiwg-berlin.mpg.de/KWG/publications.htm #Ergebnisse

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