Frankfurt hat Hirn

Was verbindet die Hirnforschung und Frankfurt: Apfelwein, Alzheimer oder das Aussehen von Tintenfischen? Warum alle drei Antworten richtig sind, erfahren Sie hier.

15. März 2021
Von Apfelwein bis Alois- Frankfurt hat einen facettenreichen Bezug zur Hirnforschung.

Jede Minute fließen 750 bis 1.000 Milliliter Blut durch das menschliche Gehirn. Das entspricht etwa dem Inhalt einer Flasche Apfelwein. In Frankfurt entdeckte Alois Alzheimer, der „Irrenarzt mit dem Mikroskop“, die heute nach ihm benannten neurodegenerativen Veränderungen des Gehirns. Tintenfische können blitzschnell ihr Aussehen verändern, um sich vor Feinden zu tarnen oder unbemerkt an Beute heranzuschwimmen. Frankfurter Wissenschaftler*innen nutzen diesen Effekt, um über eine Analyse der Hautmuster in das Gehirn der Tintenfische zu blicken. Diese und viele weitere spannende Fakten finden sich ab sofort auf frankfurt-hat-hirn.de.

Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der neurowissenschaftlichen Institute Frankfurts anlässlich der Brain Awareness Week. Diese Kampagne hat sich zum Ziel gesetzt, das öffentliche Bewusstsein für den Fortschritt und den Nutzen der Hirnforschung zu stärken.

Um der Frankfurter Öffentlichkeit zu zeigen, wieviel Hirn die Mainmetropole hat, haben sich auf Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, die seit den 1970er Jahren die Hirnforschung fördert, folgende wissenschaftliche Einrichtungen zusammengeschlossen: das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, das Max-Planck-Institut für Hirnforschung, das Frankfurt Institute for Advanced Studies, die Goethe-Universität und das Ernst Strüngmann Institut.

Neben diesen Institutionen hat auch die Geschichte der Stadt Frankfurt viel zu bieten, was unser Oberstübchen betrifft: wichtige Persönlichkeiten, Ereignisse und Forschungsergebnisse rund um neurowissenschaftliche Themengebiete. Manche davon gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück und entspringen damit quasi der Wiege der neuzeitlichen Hirnforschung.

Text: Katharina Hempel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ernst Strüngmann Institut für Neurowissenschaften

Zur Redakteursansicht