Gilles Laurent zum Fellow der Royal Society gewählt

27. Mai 2026

Gilles Laurent, Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung, wurde in Anerkennung seiner bahnbrechenden Forschungen zur neuronalen Kodierung und Informationsverarbeitung im Zentralnervensystem zum Fellow der Royal Society gewählt.

Die diesjährige Kohorte umfasst über 90 herausragende Forschende aus aller Welt, darunter Pionierinnen und Pioniere Pionier*innen und führende Persönlichkeiten verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen, die von der Astronomie und Krebsforschung bis hin zur Mathematik und Biotechnologie reichen.

Sir Paul Nurse, Präsident der Royal Society, sagte: „Ich freue mich sehr, diese neueste Gruppe außergewöhnlicher Wissenschaftler in der Fellowship der Royal Society willkommen zu heißen. Ihre Beiträge spiegeln die höchsten Standards wissenschaftlicher Arbeit wider. Ob sie nun unser Verständnis von Impfstoffen vertiefen oder das transformative Potenzial von Mathematik und Computerwissenschaft erforschen – ihre Arbeit verdeutlicht den bleibenden Wert von Neugier, Kreativität und rigoroser Forschung.“

Über Gilles Laurent

Laurent erwarb 1985 in Toulouse, Frankreich, den Doktorgrad in Veterinärmedizin und einen PhD in Neuroethologie, bevor er als Postdoktorand bei Malcolm Burrows und als Locke Research Fellow der Royal Society nach Cambridge, England, wechselte. 1990 trat er der Fakultät für Biologie am Caltech in Pasadena, Kalifornien, bei und wechselte 2009 als Direktor an das Max-Planck-Institut für Hirnforschung nach Frankfurt am Main. Er ist Mitglied der EMBO und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und erhielt 2025 den Louis-Jeantet-Preis für Medizin sowie den Karl-Spencer-Lashley-Preis.

Laurent interessiert sich für die Funktion und die Funktionsweisen neuronaler Schaltkreise, mit besonderem Schwerpunkt auf Netzwerkdynamik und Evolution. Seine Interessen reichen von der Dynamik olfaktorischer Schaltkreise über den Schlaf bis hin zur visuellen Texturwahrnehmung, wie sie sich bei sich tarnenden Kopffüßern zeigt. Da er mit einer Vielzahl verschiedener Arten – darunter Insekten, Kopffüßer, Reptilien und Säugetiere – gearbeitet hat, interessiert er sich besonders für die evolutionäre Konvergenz der Verarbeitung im Gehirn.

Über die Royal Society

Die Royal Society ist die älteste nationale wissenschaftliche Institution der Welt. Sie hat sich der Förderung wissenschaftlicher Exzellenz und der Nutzung wissenschaftlicher Fortschritte zum Wohle der Gesellschaft verschrieben. Mit rund 1.700 Fellows und ausländischen Mitgliedern, darunter Nobelpreisträger, arbeitet die Gesellschaft auf der Grundlage von Peer-Review-Exzellenz und wählt angesehene Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Technologie Wissenschaftler*innen und Technolog*innen zu lebenslangen Mitgliedern.

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